Chemetall
 
 
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Unternehmensgeschichte

Die heutige Chemetall GmbH wurde 1982 als Tochtergesellschaft des früheren Frankfurter Traditionskonzerns Metallgesellschaft AG (mg) gegründet. Über dieses formale Gründungsdatum hinaus blickt Chemetall jedoch auf eine über hundertjährige Geschichte ihrer direkten Vorläuferorganisationen innerhalb ihres Mutterunternehmens zurück.

2015

Durch den Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Chemal GmbH & Co KG, Hamm, stärkt Chemetall ihre weltweiten Aluminium Finishing Aktivitäten (Architektur und Bauindustrie).

Akquisition der Anteile der Partner des früheren JV Shanghai Chemetall und JV Nanjing Chemetall.

Albemarle Corporation übernimmt Rockwood Holdings Inc.; Chemetall wird eine Globale Business Unit innerhalb der Albemarle.

2014

In Singapur investiert Chemetall in eine neue mikrochemische Anlage zur Herstellung von Chemikalien für die LED-, Halbleiter- und Head-Industrie.

Chemetall stärkt die weltweite Marktposition in der Glas-Industrie durch den Erwerb der Trennmittel-Produktlinie von SaberPack in Lino Lakes, Minnesota/ USA und die Integration der Glassparte von Aachener Chemische Werke GmbH (ACW), Deutschland, einer ehemaligen hundertprozentigen Gesellschaft der Chemetall.

Integration des Metallsulfide Geschäftes der Tribotecc GmbH, Österreich, in die Chemetall Organisation.

2013

Durch den Erwerb der Geschäftsaktivitäten der André Coatings GmbH, Willstätt, ergänzt Chemetall sein Portfolio um funktionale Beschichtungstechnologien und stärkt seine weltweiten Coil Coatings Aktivitäten. Chemetall erwirbt die restlichen Anteile von fünfzig Prozent von seinen bisherigen Chemetall-Rai Partnern und wird Alleineigentümer von Chemetall in Indien.

2012

Der Bereich der Feinchemie, zu dem Lithium und Spezialmetallkomponenten gehören, wird als eigenständiges Unternehmen aus der Chemetall ausgegliedert und unter dem Namen Rockwood Lithium fortgeführt. Die Chemetall konzentriert sich nun ausschließlich auf den Bereich der Oberflächentechnik.

2010

Mit den Akquisitionen von Artech Technologies Pty Ltd in Australien sowie dem Oberflächentechnik Geschäft von Tergo Int. Ltd. in Neuseeland baut die Chemetall-Gruppe ihre Präsenz in Australasien und Südostasien weiter aus und erweitert ihr Portfolio um zusätzliche Produkte der Metallbearbeitung und der Oberflächentechnik

2008

Dieses Jahr ist von vielfältigen Akquisition geprägt: GE Betz (GE Metals) in den USA, Nalco Finishing Technologies in USA und Asien sowie die Akquisition der Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP)-Produktlinien von Ely Chemical Company, UK.

2004

mg technologies zieht sich aus dem Chemiegeschäft zurück. Als Teil der mg chemical group Dynamit Nobel wird Chemetall zum 1. August an die amerikanische Rockwood Specialties Group, Inc. verkauft.

2003

Chemetall gibt das traditionsreiche Geschäft mit Isolierglasdichtstoffen an Koemmerling ab. Die verbleibenden Kernaktivitäten werden in den zwei Bereichen Oberflächentechnik und Feinchemie gebündelt.

2001

Erwerb des Luftfahrtgeschäftes der Dinol AB und Integration in die Organisation der Aerospace Technology Abteilung der Chemetall. Der Geschäftsbereich Galvanotechnik wird abgegeben, ebenso das Geschäft mit Metall-Gummi-Haftmitteln (Megum).

2000

Integration der Brent Aktivitäten in die Chemetall Organisation. Nach den zuvor getätigten großen Akquisitionen folgt eine Phase der Konzentration. Als erstes steht die Chemson mit ihrem PVC-Additiv-Geschäft zum Verkauf.

1999

Erwerb der Brent International plc., London.

1998

Chemetall wird Alleineigentümer der australischen Gesellschaft Chemetall (Australasia) Pty. Als größte Akquisition ihrer Firmengeschichte übernimmt Chemetall den US-amerikanischen Lithiumspezialisten Cyprus Foote und steigt damit zum Weltmarktführer auf diesem Gebiet auf.

1997

Chemetall erwirbt einen Mehrheitsanteil an der Weiland GmbH, einem deutschen Hersteller von Galvanik-Chemikalien. In Australien geht Chemetall ein weiteres Joint-Venture im Bereich Oberflächentechnik ein, die Chemetall (Australasia) Pty.

1996

Chemetall übernimmt das asiatische Geschäft für Industriechemikalien der britischen Firma Brent International plc. Daraus entsteht die Chemetall (Asia) Pte. Ltd. in Singapore, die den Vertrieb der Chemetall Oberflächentechnik-Chemikalien in Südostasien übernimmt.

1995

Chemetall kauft einen 40-Prozent-Anteil an einem indischen Unternehmen, das fortan als Chemetall-Rai India Ltd. agiert. Im selben Jahr gründet Chemetall mit einem chinesischen Partner das Joint Venture Shanghai Chemetall Chemicals für die Produktion von Oberflächentechnik-Chemikalien.

1994

Chemetall wird Alleininhaber von Chemson, deren Hauptgeschäft PVC Additive sind.

1992

Die Chemetall GmbH wird von MG in die Dynamit Nobel AG integriert, die im selben Jahr Teil der Metallgesellschaft wurde.

1990

Zur Abrundung und Erweiterung ihres Oberflächentechnikgeschäftes erwirbt Chemetall die US-Gesellschaft Oakite, einen Spezialisten für Industriereiniger.

1989

Expansion des PVC Stabilisatorengeschäftes: Chemetall erwirbt den Hauptanteil der Bleiberger Bergwerks Union, ein Produzent von PVC-Stabilisatoren, inklusive des Werks Arnoldstein in Österreich.

1986

Chemson wird als Joint Venture zwischen Cookson und Chemetall gegründet.

1982

Die Metallgesellschaft entlässt ihre Abteilung Technische Verfahren in die rechtliche Unabhängigkeit. Am 01. Oktober 1982 wird daraus die „Chemetall – Gesellschaft für chemisch-technische Verfahren mbH“.

1972

Aus dem Geschäft mit den Baudichtstoffen entstehen die Divisionen Glas und Keramik. Ihr Hauptprodukt sind Isolierglas-Dichtstoffe (frühere Chemetall-Marke: Naftotherm**) ).

1965

Die Akquisition der Société Continentale Parker in Paris markiert den Beginn der europäischen Aktivitäten der zukünftigen Chemetall. Die nun entstehende Division Oberflächentechnik ist der Vorreiter für die Expansion ins Ausland.

1962

„Technische Verfahren“ (TV) wird innerhalb der Metallgesellschaft zu einem Profitcenter mit eigener Bilanz- und Verlustrechnung ausgebaut.

1955

Die Technische Abteilung wird aus der Lurgi herausgelöst, in die Metallgesellschaft umgesiedelt und in „Technische Verfahren“ (TV) umbenannt.

1953

Weil sich immer mehr technische und kommerzielle Anwendungsmöglickeiten für Lithiumverbindungen abzeichnen, gründet die Technische Abteilung eine separate Lithium-Division.

1935

Die erste Bonder*)-Anlage geht in Langelsheim in Betrieb.

1930

Zusammen mit der Deutsche Parker Rostschutz GmbH entwickelt die Technische Abteilung die Erfindung der amerikanischen Parker-Brüder weiter. Es geht darum, Eisen- und Stahloberflächen durch einen dünnen Überzug aus Zinkphosphat vor Korrosion zu schützen. Der neue Prozess ist wesentlich schneller und leistungsfähiger als jede andere bis dahin verfügbare Korrosionsschutztechnik und wird unter dem Namen „Bonder"*) vermarktet.

1926

Metallgesellschaft gründet die Kautschuk-Gesellschaft. Aus dieser Gründung entwickeln sich später die Aktivitäten der Chemetall in den Bereichen Gummichemikalien, Haftmittel und Kunststoffchemikalien.

1922/1923

Weiterentwicklung von Bahnmetall durch das Hinzufügen von Lithium. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, wird in der Langelsheimer Hans-Heinrich-Hütte im Harz die weltweit erste industrielle Produktion von Lithiumsalzen errichtet.

1914

Entwicklung von Bahnmetall, auch Lurgi-Metall genannt. Diese Weichmetall-Legierung dient zur Herstellung von Gleitlagern für die Achsen von Eisenbahnwaggons.

1897

Gründung der Metallurgischen Gesellschaft (später Lurgi) als Tochtergesellschaft der Metallgesellschaft mit Curt Netto als Geschäftsführer. Die Technische Abteilung (TA) wird in diese neue Tochtergesellschaft integriert.

1889

Die in Frankfurt ansässige Metallgesellschaft gründet die „Technische Abteilung“ (TA), die Keimzelle der heutigen Chemetall. Curt Netto, ein äußerst vielseitiger Bergbau- und Hütteningenieur, übernimmt die Leitung. Hauptaufgabe der jungen Abteilung war es, die neuesten technischen und industriellen Entwicklungen aufzuspüren, ihre Verwendbarkeit für das Unternehmen zu prüfen und in die Planung der Metallgesellschaft entsprechend anzupassen.

*) Bonder ist heute eine Marke der Henkel KGaA, Düsseldorf. Die entsprechende Chemetall-Markenbezeichnung lautet Gardobond®. **) Naftotherm ist heute eine Marke der Koemmerling Chemische Fabrik, Pirmasens.
 
 

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