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10.08.2015

Flexible und umweltgerechte Vorbehandlungsverfahren für die Land- & Baumaschinenindustrie

Land- und Baumaschinenfahrzeuge müssen im Alltag extremer Belastung standhalten und über einen langen Zeitraum funktionstüchtig bleiben. Neben einer hochwertigen Oberflächenqualität spielen die Wirtschaftlichkeit und Flexibilität der Vorbehandlungstechnologie eine zunehmend wichtige Rolle. Die neuen phosphatfreien und multimetallfähigen Prozesse Gardo® Plus und Oxsilan® werden diesen Marktanforderungen gerecht.

Frankfurt a. M., 30. Juli 2015. Oberflächentechnologien werden in der Land- und Baumaschinen-industrie täglich auf den Prüfstand gestellt: Geländefahrzeuge, Baumaschinen, Industrielle Maschinen und Landwirtschaftliche Fahrzeuge müssen teils widrigen Bedingungen standhalten und über Jahre funktionstüchtig bleiben. Während auf der einen Seite extreme Robustheit und Langlebigkeit gefordert werden, erhalten auf der anderen Seite Chassis, Traversen und Anbauteile aus wirtschaftlichen Gründen zum Teil nur eine ein- oder zweifache Beschichtung. Hinzu kommen stark schwankende Ausgangsmaterialien bei der Produktion. So müssen die Vorbehandlungs-technologien bei Land- und Baumaschinen auf dünnen ebenso wie extrem dicken Blechen, warm- oder kaltgewalztem Stahl, verzunderten Stahl oder Aluminiumsubstraten gleichbleibend gute Ergebnisse liefern. Dies erfordert eine hohe Flexibilität seitens der Vorbehandlung.

Moderne, umweltfreundliche Prozesse für optimalen Langzeitschutz im Feld

Die neuen Vorbehandlungssysteme Gardo® Plus und Oxsilan® sind umweltfreundlich und können gleichzeitig wesentliche Markt- und Kundenanforderungen erfüllen: Sie verbessern die Qualität bestehender Produktionsprozesse und reduzieren gleichzeitig die Produktionskosten. Die multimetallfähigen Verfahren sind frei von gefährlichen Schwermetallen wie Nickel oder Chrom. Folglich entfallen die aufwändige Reinigung von Bädern sowie die teure Beseitigung giftiger Phosphatschlämme. Während Gardo® Plus vornehmlich als Alternativverfahren für eine Eisenphosphatierung zuzüglich Passivierung eingesetzt werden kann, hat sich das Oxsilan® Verfahren als Ersatz für eine Zinkphosphatierung im Markt etabliert.

Oxsilan® – Organosilan-basierte Dünnfilmtechnologie

Den Grundstoff der multimetallfähigen Oxsilan® Technologie bilden Silane, die sich durch Hydrolyse zu Polysiloxanen verbinden. Bereits 100 nm dünne Oxsilan Schichten bewirken einen vergleichbaren Korrosionsschutz, wie die rund zehn Mal dickeren Schichten der Zinkphosphatierung. Per Saldo ergibt das einen niedrigeren Materialverbrauch, kürzere Vorbehandlungszeiten und damit eine höhere Produktivität. Das belegt die Praxis, in der die Durchsätze der Oxsilan® Anlagen jene der Phosphatierung um etwa 30 % bis 65 % übertreffen. Da die Silane untereinander ein dichtes Netzwerk bilden und chemisch an das Metall gebunden werden, erhöhen sie die Passivierung der Oberfläche und verbessern den Korrosionsschutz. Darüber hinaus können sie mit funktionellen Gruppen des Lacks eine Verbindung eingehen, und sorgen so für einen festen Verbund Metall – Oxsilan® Schicht – Lack.

Hohe Korrosionsschutzwirkung

Der Versuch mit einem namhaften Landmaschinenhersteller belegt, dass mit Oxsilan® die gleiche Korrosionsschutzwirkung erreicht wird wie mit traditionellen Verfahren. Die Ergebnisse des Salzsprühtests (480 h bzw. 1000 h) weisen bei der Oxsilan® Probe sogar eine geringere Unterwanderung auf als bei der phosphatierten Probe. Durch Modifizierung der Oxsilan® Chemie lässt sich eine optimale Anpassung an den gewünschten Lack erzielen. Das belegen Versuche mit Landmaschinenherstellern und Lacklieferanten.

Gardo® Plus – Die flexible Vorbehandlungstechnologie

Das breite Verarbeitungsfenster der neuen Gardo® Plus Technologie erlaubt es, unterschiedlichste Kundenstandards und Spezifikationen der Land- und Baumaschinenindustrie zu erfüllen. Abhängig von den Kundenanforderungen, dem Substratdurchsatz, der vorhandenen Anlagentechnik sowie den lokalen Marktgegebenheiten und gesetzlichen Bestimmungen können für jeden Prozessschritt geeignete und aufeinander abgestimmte Technologien aus dem Gardo® Plus System zusammengestellt werden. Der modulare Aufbau der Vorbehandlungstechnologie erlaubt es, den Prozessablauf effizienter zu gestalten sowie die Qualität und Produktionsleistung zu erhöhen.

Qualitätsniveau entspricht Eisenphosphatierung plus Passivierung

Der neue Dreistufen-Vorbehandlungsprozess Gardo® Plus sorgt für eine ebenso gute Qualität wie eine Eisenphosphatierung mit zusätzlicher Passivierung. Vergleichstests auf verschiedenen Metallsubstraten belegen die verbesserten Qualitätsergebnisse und damit verbunden die sehr gute Korrosionsbeständigkeit von Gardo Plus gegenüber traditionellen Verfahren. Zink-phosphatierungen mit mittleren Qualitätsanforderungen können ebenso durch das neue Vorbehandlungssystem ersetzt werden.

Kompatibel mit marktüblichen Farbsystemen

Als Vorbehandlungstechnologie kann Gardo Plus mit allen marktüblichen Farbsystemen kombiniert werden. Das Verfahren eignet sich sowohl für Pulverlacke, wie Polyester, Epoxy und gemischten Systemen, als auch flüssige Lacksysteme, wie Einschicht-Nasslack. Letzteres erfüllt die anspruchsvollen Kriterien der Land- und Baumaschinenindustrie. Zudem stehen den Kunden speziell entwickelte Verfahren zur Verfügung, die kompatibel mit einem kathodischen oder anodischen KTL sind. In diversen Salzsprühtests konnte die gute Korrosionsbeständigkeit belegt werden.

Gardo® Plus und Oxsilan® sind eingetragene Handelsmarken der Chemetall.

Downloads:

Flexible und umweltgerechte Vorbehandlungsverfahren für die Land-und Baumaschinenindustrie (Deutsch)

Flexible und umweltgerechte Vorbehandlungsverfahren für die Land-und Baumaschinenindustrie (Englisch)

Über Albemarle

Die Albemarle Corporation mit Sitz in Baton Rouge, Louisiana, USA, ist ein führendes Unternehmen für Spezialchemikalien mit Spitzenpositionen auf attraktiven Endmärkten auf der ganzen Welt. Für seine breitgefächerte Kundenbasis auf diversen Märkten entwickelt, produziert und vermarktet Albemarle technologisch innovative und hochwertige Produkte, darunter Lithium und Lithiumverbindungen beispielsweise für Lithium‐Ionen‐Batterien, flammhemmende Stoffe, Katalysatoren und Chemikalien für die Oberflächenbehandlung für ein breites Spektrum von Anwendungen, darunter Verbraucherelektronik, Metallverarbeitung, Kunststoffe, konventionelle und alternative Transportfahrzeuge, Arzneimittel, Landwirtschaft, Bauwesen und kundenspezifische Dienstleistungen im Bereich Chemie. Albemarle richtet seinen Fokus auf die Bereitstellung differenzierter, leistungsorientierter Technologien, die innovative Lösungen für die Kunden des Unternehmens bieten. Das Unternehmen sieht globale Nachhaltigkeit als unternehmerische Verpflichtung an und fördert umweltfreundliche Praktiken und Lösungen in seinen vier Geschäftsbereichen: Lithium, Katalysatoren, Veredelungschemikalien und Oberflächenbehandlung. Albemarle beschäftigt ca. 6.900 Mitarbeiter und liefert an Kunden in rund 100 Ländern. Albemarle veröffentlicht regelmäßig Informationen auf www.albemarle.com, unter anderem Mitteilungen über Veranstaltungen, Neuigkeiten, Finanzergebnisse, Präsentationen und Webcasts für Investoren, Überleitungen gemäß US-Regulation G, SEC-Unterlagen und weitere Information im Hinblick auf das Unternehmen, seine Aktivitäten und die entsprechenden Märkte.

Chemetall, eine Global Business Unit von Albemarle Corp. (NYSE: ALB), ist ein führender globaler Lieferant von Spezialchemikalien mit Schwerpunkt auf Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen, Kunststoffen und Glas. Weitere Informationen unter www.chemetall.com.

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